Die Geschichte des Ladens

Die Vereinsgründung erfolgte am 14.Juli 2006 und nur fünf Monate später, am 1. Dezember, wurde der Laden eröffnet mit einem Festakt, viel Prominenz, Musik und gespendetem Imbiss.

Bis es jedoch soweit war, mussten viele Arbeitsstunden aufgewandt werden, wurden Internet und ebay arg strapaziert und der vom Roten Kreuz kostenlos zur Verfügung gestellte Kleinbus oft bis unter das Dach mit gebrauchten Regalen und Küchenmöbeln beladen.

 

               

Die Mühen haben sich gelohnt! Dank der recht guten Umsätze und zahlreicher Spenden aus der Mühlacker Geschäftswelt und auch von privater Seite können wir wirtschaften, ohne dass Verluste entstehen. Auch zahlreiche Neuanschaffungen sind schon möglich geworden, wie etwa neue Energie sparende Kühlregale oder der mit Erdgas betriebene Tafelbus. 

Doch mit Geld- und Sachspenden alleine lässt sich ein solches Unternehmen nicht betreiben.

Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer tragen mit täglichem Engagement ihren wertvollen Teil dazu bei. Insgesamt arbeiten bei uns um die sechzig Menschen – und alle im Ehrenamt!
Ab dem frühen Morgen (und zwar an allen Wochentagen) werden Lebensmittel geholt und kühl eingelagert. An den Ladentagen werden diese sortiert (manchmal auch nur noch aussortiert) und für den Verkauf gerichtet. Es wird verkauft und bedient, beraten und kassiert. Oft muss auch Zeit sein für ein sorgenvolles Gespräch mit den Menschen über ihre Probleme. Der Laden muss geputzt und die Bioabfälle weggebracht werden. Der Gnadehof in Illingen ist dankbarer Abnehmer. Bis zu zwanzig Menschen sind so an einem Tag im Einsatz. Ohne sie ginge es nicht.

Jede und Jeder ist am jeweiligen Platz gleichermaßen wichtig und unverzichtbar.

Jede weitere helfende Hand war und ist uns immer noch willkommen und stellt eine Bereicherung der Belegschaft dar.

Leider sind wir mit unserem Tafelladen einer der ganz wenigen Betriebe in der Region, die zu Zeiten einer Wirtschaftskrise, wie wir sie zurzeit durchleben, Hochkonjunktur haben. Die schlechten Zeiten gehen an den Menschen eben nicht spurlos vorüber. So haben wir also nicht nur Hochkonjunktur in Bezug auf die nunmehr durchschnittlich 70 KundInnen pro Verkaufstag (in Spitzenzeiten sind es schon auch einmal deutlich mehr), sondern auch in Bezug auf die bei uns angebotenen Arbeitsplätze. Insgesamt arbeiten zum Jahresende 2009 nun 75 Menschen im Ehrenamt bei uns. Manche nur ein Mal in der Woche für 2-3  Stunden im Verkauf, andere jeden Tag vom frühen Morgen bis in den manchmal späten Nachmittag.

Mehr Kundschaft verlangt mehr Einsatz, auch in materieller Hinsicht.

Durch die Möglichkeit, Tiefkühlware zu bekommen, war es nach den Vorschriften des Lebensmittelrechtes erforderlich, ein entsprechendes Fahrzeug mit Tiefkühleinrichtung zu beschaffen. Erst durch die Spende eines Fahrzeugherstellers, den Zuschuss aus kirchlichen Fördertöpfen und die Spenden zahlreicher Mühlacker Geschäftsleute und Einrichtungen konnten wir dann im Sommer 2009 einen nagelneuen Tiefkühlsprinter übernehmen, der uns seither sehr gute Dienste leistet.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Spenden- und Zuschussgeber!!!

Apropos Spenden: Nicht unerwähnt bleiben sollen all die SpenderInnen, die mit dazu beitragen, dass wir nicht nur Lebensmittel, welche wir von deren Einkaufsmärkten, Bäckereien und Metzgereien der Region bekommen, verkaufen können, sondern auch die vielen Privatleute, Schulklassen, Kindergärten, Kirchenchöre, die immer wieder kleinere Sammlungen und Einkäufe machen, die sie dann in den Laden bringen. Dabei ist ganz besonders wichtig und wertvoll für uns, dass es sich hierbei überwiegend um Dinge des täglichen Bedarfs handelt, die keinem kurzfristigen Aussonderungsdatum unterliegen und nur wegen drohendem Verfall gespendet werden. Die Rede ist von Hygieneartikeln aller Art, von Trockenware (Teigwaren, Mehl, Zucker, auch Konserven, Kaffee...), aber auch von gut erhaltener gebrauchter Bettwäsche, Handtüchern. Auch und gerade bei solchen Artikeln knausert unsere Kundschaft aus verständlichen Gründen mit ihrem nicht üppig vorhandenen Geld. Und so ist uns im Laden ein großer Packen Klopapier so wertvoll wie ein Bettbezug und dreissig Eier. 

Immer mehr wird der Laden auch als Hospitationsstelle für SchülerInnen in Anspruch genommen, die im Rahmen von sozialen Projekten entweder für nur wenige Tage oder aber auch über einen längeren Zeitraum hinweg sich soziale Kompetenzen erwerben wollen. Frau van Luijk ist hierbei eine willige und auch sehr geduldige Anleiterin.